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Lisa Büscher - Skulpturen, Fotografie, Installationen

©  by Jens Peter Engedal

Der Blick bleibt an in der Bewegung erstarrten Gliedmaßen hängen, gleitet über täuschend echte Haut, Haare, Falten, Sommersprossen. Direkt hinein in das Innere des Menschen, sein Wesen, seine Ängste, seine Widersprüche. Lisa Büscher macht den Mensch in all seinen Facetten um zentralen Thema ihrer künstlerischen Arbeiten.

Die Plastikerin bedient sich synthetischer Materialien wie Silikon, Polyester und Epoxydharz um verstörend und faszinierend echte Abbilder des Menschen zu erschaffen. Ausschnitte des Menschen in Originalgröße, Körperteile ohne Körper, ohne Anfang und Ende, doch mit einem klaren Fokus. Sie schneidet ab, fügt hinzu, führt zusammen, friert den Moment ein. Arrangiert und installiert den Menschen neu. Durch eine feine Beobachtungsgabe und einem inneren Drang zur perfekten Imitation folgend entstehen durch ihre Hand hyperrealistische Abdrücke, Eindrücke, Spiegelungen.

Über die vordergründige Darstellung des Äußeren lenkt die Künstlerin den Blick des Betrachters auf das Innere des Menschen, überhöht auf der einen Seite, und beleuchtet zum anderen Abgründe. So erzeugt die Künstlerin ein Spannungsfeld, innnerhalb dessen sie den Betrachter gleichermaßen in den Bann zieht und wieder abstößt.

Die in der Plastik einzigartigen Arbeiten zeichnen sich aus durch eine hohe Sensibilität gepaart mit hohem technischen Geschick. Feinste Einzelheiten zeichnen ein Bild von der Liebe zum Detail und zur menschlichen Natur. Mal als stiller Beobachter, mal tief persönlich verwoben mit dem Sujet macht die Künstlerin Aussagen über den Menschen und lädt den Betrachter der von ihr erschaffenen Objekte und Installationen ein, sich, über einen schnellen Effekt hinaus, auf menschliche Gefühlswelten einzulassen.

The gaze is held by limbs seemingly frozen in motion. It glides over deceptively realistic skin, hair, wrinkles, freckles. Directly into the human heart, its essence, its fears, its contradictions. Lisa Büscher makes human nature in all its manifold forms the central theme of her artistic work.

The sculptress uses synthetic materials such as silicone, polyester and epoxy resin to create unsettling yet fascinating human reproductions. Life-size parts of human bodies, body parts lacking a body, without beginning or end, but nevertheless with a clear focus. She slices off, makes additions, brings together, freezes the moment. Arranges and installs humans from scratch. Through close observation and driven by an inner yearning for the perfect imitation, she creates hyper-realistic impressions, expressions and reflections.

Through showing the superficial appearance, the artist directs the viewer’s gaze towards the human core, fearing neither excess nor the abyss. Thus, the artist creates a field of tension, in which she captivates and repels the viewer at the same time.

Büscher’s unique works are characterised by a high sensitivity paired with technical expertise. The finest specifics paint a picture of a love of detail and human nature. Sometimes as a silent observer, sometimes deeply intertwined with the subject, the artist makes statements on human life. Büscher invites the viewer of the objects and installations she creates to engage with deep emotional worlds, beyond mere quick impact.